Freshly-Picked Tingle’s Rosy Rupeeland

Erstellt von Nintendo DS - NDS | Abenteuerspiele | Dienstag 9 Februar 2010 21:42

FreshlyPicked Tingles Rosy RupeelandFreshly Picked – Tingle’s Rosy Rupeeland ist ein Rollenspiel, bei dem der Spieler in die Haut von Tingle schlüpft. Der ist einen Handel mit dem Geist Rupeeji eingegangen: Wenn Tingle genug Rupien auftreiben kann, gewährt Rupeeji ihm Einlass ins Paradies. Der Weg dorthin führt Tingle über zahlreiche unterschiedliche Inseln auf denen er den unterschiedlichsten Charakteren begegnet. Ihnen muss er Informationen abkaufen, die es dann zu vergolden gilt. Nur durch geschicktes Handeln kann Tingle gute Geschäfte rausschlagen, um genug Rupien zu bekommen, die ihm am Schluss ans Ziel bringen. Außerdem gilt es gigantische Dungeons zu erkunden, knackige Rätsel zu lösen – und mit grantigen Bossgegnern fertig zu werden… (mehr)

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5 Kommentare »


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  1. Kommentar by Fantasma — 9. Februar 2010 @ 21:42

    Antipathie macht kein schlechtes Spiel
    Hm… Tingle. Ich muss gestehen, besonderlich sympathisch war er mir nie. Wirklich unausstehlich wurde er mir jedoch erst mit Zelda: Wind Waker. Dort mauserte sich der gnomenhafte Grünling zu einer geldgierigen Bestie und, das schöne an der Sache ist, war es im Spiel selbst dringend notwendig, ihm Rubine in den Rachen zu werfen. Andernfalls hätte man das Spiel nicht durchspielen können. Aber ich schweife ab.

    Insofern noch, der Charakter von Tingle ist in Japan überaus beliebt. Welche Gründe es hierfür gibt, sind mir nicht bekannt. Diese Beliebtheit ebnete Tingle erstmal den Weg zu einem eigenen Spiel.

    Auf der anderen Seite steht Amerika, dort ist Tingle der vermutlich mit Abstand am wenigsten gemochte Charakter überhaupt. Und wir europäer? Na ja, wir scheinen wohl nicht viel gegen Tingle zu haben, andernfalls wäre das Spiel, mit reichlicher Verspätung, nie hier erschienen. Na ja, so viel dazu.

    Das Spiel beginnt mit Tingle in seinem Häuschen, wo er nichts böses ahnend faulenzt. Jedenfalls bis ihn ein guter Geist zu einer Quelle ruft und ihm verspricht, ihn ins Rubinland zu führen. Ein Ort voller hübscher Frauen, Essen, so viel man mag und wo es keine Arbeit oder gar Verpflichtungen gibt.

    Die Sache hat natürlich nur einen Haken: Um ins Rubinland zu kommen muss Tingle Rubine scheffeln und sie in eine Quelle werfen. Diese Quelle ist in Wirklichkeit ein Turm, der höher wächst, je mehr Rubine er vertilgt. So gelangt man übrigens auch in allerlei neue Gebiete. Insgesamt gibt es 11 Gebiete, alle unterschiedlich thematisiert, vielleicht mit Ausnahme des Feuchtgebiets und des Dumpfsumpfes.

    Das Spielprinzip ist schnell erklärt, es geht darum Geld zu sammeln. Geld, Geld und noch mehr Geld. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zuerst einmal, man hilft allerlei Leuten, die einem aus Dank entweder Geld schenken oder einen Geldbonus mit einem verhandeln. Aber Achtung, seid nicht zu gierig, sonst bekommt ihr am Ende nur einen läppischen Rubin in die Hand gedrückt. Und ehrlich gesagt, ohne eine Preisliste hatte ich mich nicht an das Spiel gesetzt.

    Eine zweite Möglichkeit ist die Herstellung von Items. Tingle ist im Besitz eines Kochtopfes und kann damit verschiedene Süppchen brauen. Einige sind sogar geeignet, um im Spiel vorranzukommen, wie Tinkel um Leibwächter zu heilen oder Tingle-Bomben um unerwünschte Felsbrocken zu sprengen.

    Fest steht jedoch, man kann alles, was man kocht verkaufen und dafür allerlei Rubine verdienen. Um jedoch erst kochen zu können benötigt man Rezepte, die auf der ganzen Welt verteilt sind und die nötigen Zutaten.

    Um an Zutaten zu kommen, muss man sie entweder in der Wildnis finden oder gegen Monster kämpfen. Dazu sind zwei Faktoren wichtig. Erstens: Tingles Geldbörse- Geld ist Tingles Leben, geht er bankrott stirbt Tingle und das Abenteuer ist gelaufen. Und Kämpfe zehren an Tingles Geldbörse.

    Zweitens: Die Leibwächter. Damit Tingle überhaupt eine Chance hat, zu überleben muss er Leibwächter angagieren, die für oder mit Tingle kämpfen. Denn, wenn ein Leibwächter mit Tingle kämpft, verringert sich Tingles Geldverlust.

    Übrigens, Leibwächter sind nicht unsterblich, nachdem man sie für Geld angeheuert hat wird im oberen Bildschirm seine Lebensanzeige angezeigt. Erreicht diese Null, muss man ihn entweder erneut für teures Geld anheuern oder man gibt ihm einen Heiltrank, ehe die Herzchen Null erreichen.

    Wo ich bei den Kämpfen bin, je mehr Monster ihr in einen Kampf verwickelt, umso mehr Gewinn kann für euch herausspringen. Verliert ein einzeln besiegter Gegner nur ein Item, verlieren zwei Gegner schon drei Items. Allerdings lässt sich nicht jeder Feind einfach in einen Kampf verwickeln. so gibt es monster, die vor einem Reißaus nehmen, andere kommen hingegen auf den Spieler zugallopiert. In anderen worten, es ist nicht immer einfach, an begehrte Zutaten zu kommen.

    Weiterhin gibt es auch Dungeons, insgesamt auf jeder zweiten Insel befindet sich eines, beginnend mit der ersten Welt. Also insgesamt sieben Dungeons, ausnahme bildet die letzte Welt. Theoretisch. Die Dungeons zeichnen sich dadurch aus, dass es verschiedene Aufgaben zu bewältigen gilt, aber prinzipiell ist jedes Verlies nur ein Durchlauf von Punkt A nach B und nicht unbedingt fordernd. Sie runden das Spiel jedoch deutlich ab und beherbergen ein paar imposante Bosse, die sich alle unterschieldich besiegen lassen. Leider ist ein Boss recycelt.

    Was ich auch noch für erwähnenswert halte sind die Figuren. Es gibt allerlei bizarre bis seltsame Geschöpfe, tatsächlich schon so seltsam, dass Tingle ganz normal wirkt. Da hätten wir Chiko und ihre Familie, die mehr tot als lebendig aussehen oder Sjkelettpiraten, die sich als Händler versuchen und eine heidenangst vor Hunden haben.

    Um einige dieser Figuren ist sogar eine kleine Handlung aufgebaut, die während des Spielverlaufes absolviert werden kann und das Spiel schafft es immer wieder, mich zu überraschen. Das Finale vom Wachmann und seiner kranken Frau bringt mich immer fast zum weinen, weil es so traurig ist.

    außerdem hat das Spiel zwei mögliche Enden.

    Ach ja, natürlich gibt es auch zahlreiche anspielungen auf die Zelda-Reihe. Seien es offensichtliche Dinge, wie die Lon-Lon-Savanne (eine Anspielung auf die Lon-Lon-Ranch aus OoT) gibt es auch noch kleinere, versteckte Anspielungen, die ich nicht näher nennen will.

    Natürlich gibt es auch Wehrmutstropfen. Zum einen, ohne einen Preisguide habe ich mich nicht an das Spiel gesetzt. Und dieser Guide hat mir das Spiel enorm vereinfacht. Zum anderne musikalische Untermalung ist fast gar nicht existent. In Dungeons spielt Musik, ununterbrochen in der endlosschleife und die Stücke hören sich gut an. Insbesondere das Theme im Deku-Tempel. Auf der Obwelt spielt hingegen bei betreten eines Gebietes für zehn Sekunden ein Jungle, der sich schön anhört und dann plötzlich aufhört. Was bleibt ist Stille, Fußschritte und das Rauschen von Wind. Das hätte wirklich nicht sein müssen.

    Mein Fazit

    Persönlich hat das Spiel meinen Blickpunkt auf Tingle positiv verändert. Aber das ist nicht der Punkt, was wichtig ist, ist ob das Spiel Spaß macht. Ja, das tut es, es macht wirklichz großen Spaß, die Welt von Tingle zu erforschen und Geld zu scheffeln, bis sich die Balken biegen.

    Die Rahmenhandlung ist schön erzählt, wenngleich sie erst gegen Ende wirklich aufdreht und vielleicht etwas vorhersehbar ist. Es gibt wirklich nichts an dem Spiel auszusetzen, Zelda-Fans wie ich sollten von dem Spiel begeistert sein. Denn teilweise erweckt das Spiel wirklich den Eindruck, weniger ein Zelda-Ableger zu sein, als fester Bestandteil der Serie zu sein. Es gibt viele Anspielungen auf Zelda und, na ja, ich bin von diesem spiel begeistert, wie schon lange nicht mehr. Ich könnte es immer wieder durchspielen. :)

    Selbst meine Schwestern, die Tingle gar nicht ausstehen können sind von dem Spiel maßlos begeistert – und das will etwas heißen. ;)

    Ich kann das Spiel jedem nur wärmstens empfehlen.

    © 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

  2. Kommentar by Tini "Kind geblieben" — 9. Februar 2010 @ 21:42

    Ich mag meinen DS gar nicht mehr aus der Hand legen
    Was mich an dem Spiel sofort angesprochen hat, war das Cover-ich dachte mir: “Das sieht bekloppt aus, das ist sicher was für mich!”

    Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Habe mir das Spiel vor kurzem gekauft und finds echt klasse!

    *Handlung*

    Der Rubinopa erzählt Tingle vom Rubinland-dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, voller Rubine, Frauen, und allem was das Herz begehrt.

    Natürlich möchte Tingle dort hin. Aber dort kommt man nur hin, wenn man jede Menge Rubine sammelt…

    *Grafik*

    Finde ich gut, süße Figuren. Alles gut zu erkennen.

    *Musik*

    kommt manchmal etwas zu kurz, aber ist für dieses Spiel nicht unbedingt wichtig, ich komme auch ohne ganz gut aus. Die Hintergrundsounds, z.B. die Schritte von Tingle sind sehr detailgetreu.

    *Charaktere*

    Total toll! Da hat Nintendo sich echt was einfallen lassen-lustige, bunte Figuren, jeder auf seine Art und Weise nett bzw. seltsam!

    *Fazit*

    Es ist quasi ähnlich wie Zelda (aber wirklich nur ähnlich), Tingle ist ja auch eine Figur von Zelda ;)

    Ein netten Rollenspiel, das aber auch nicht zu schwer ist.

    Man muss Rubine sammeln und verdienen, z.B. indem man Sachen verkauft.

    Man muss lernen, weder zu knausrig oder zu gierig zu sein, weil man manchmal Geld zahlen/sich wünschen darf und wenn man dann knausert oder gierig ist, dann wirds nix ;)

    Letztenendes lernt man sogar noch richtig was, in Bezug auf Geld.

    Je mehr man spielt, desto süchtiger wird man und desto schwerer fällt es, den DS aus der Hand zu legen.

    Es ist wirklich eins dieser “Aus-den-10-Minuten-die-ich-vor-dem-Schlafengehen-spielen-wollte-werden-schnell-mal-2Stunden” Spiele.

    Und typisch Rollenspiele: es gibt mehrere Enden.

    Je nach dem, was man macht und wie komplett das Spiel durchgespielt wurde, gibt es ein seltsames Ende oder ein Happy End ;)

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  3. Kommentar by M. Hass "Melanie" — 9. Februar 2010 @ 21:42

    Ein großer Spaß trotz umständlicher Steuerung und mittelmäßiger Grafik
    Die Steuerung lässt wirklich zu wünschen übrig; der ungelenke Einsatz des Steuerkreuzes und des Stylus führen zu eingeschlafenen Händen.

    Die Grafik ist eher im unteren Mittelfeld. Auch von den Spielmöglichkeiten kein Vergleich zu “The Legende of Zelda: Phantom Hourglass”.

    Aber: DAS SPIEL MACHT SPAß! Augefallene und witzige Figuren, der augenzinkernde kapitalistische Hindergrund, spannende Erkundungen von Ländern und Kerkern machen das Spiel trotz der genannten Mängel zu einem Muss für Adventurefreunde.

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  4. Kommentar by Nintendo-Fan — 9. Februar 2010 @ 21:42

    Super!!!
    Dieses Spiel ist mein Drittes und hat mir von allen am Besten gefallen. Man schlüpft in die Rolle von Tingle und muss nun viel Geld (Rubine) verdienen, die man in eine Quelle schmeisst, damit ein Turm wächst. Geld verdient man z.B. dadurch das man Rezepte kocht und andere Dinge verkauft. Überhaupt dreht sich in diesem Spiel alles um’s Geld. Man muss sehr viel Handeln, z.B. wenn man etwas kaufen oder eine Auskunft von jemandem will. Man kann auch einen Leibwächter anheuern der einem die ganzen Monster vom Leib hält, die die Inseln durchstreifen.

    Auf den Inseln findet man viele Sachen, wie z.B. Zutaten für die Rezepte. Auch wenn man mit Monstern kämpft und gewinnt, erhält man Sachen wie Knochen,Felle und manchmal auch Edelsteine. Kämpft man mit mehreren Monster gleichzeitig, ist die Ausbeute viel größer. Diese Sachen kann man in der Stadt verkaufen.

    Das Spiel hat ein Level-Prinzip. Das heißt immer, wenn der Turm ein Stück wächst, hat man das nächste Level erreicht.In den Dungeons trifft man auf die Endgegner. Diese sind ziemlich schwierig, man bekommt aber auch eine Menge Geld wenn man sie besiegt.

    Spielbewertung:

    Positiv:

    -Viele Rätsel, die man lösen muss

    -Man kann Rubin-Items sammeln, die man überall findet

    -Es gibt spannende Dungeons und Endgegner

    -Man hat das Spiel nicht so schnell durchgespielt

    -Qietschbunte Grafik

    -Man benutzt ausschließlich den Stylus (außer zum Laufen)

    - Es gibt viele Rezepte, die man kochen kann

    Negativ:

    -Die Grafik ist leider nur 2D

    -Die Endgegner sind doch ziemlich schwierig

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  5. Kommentar by S.Schulz — 9. Februar 2010 @ 21:42

    EIN GELUNGENER ABLEGER DER ZELDA-REIHE!
    Wer denkt sich nur solch einen Titel aus? Weder der Name des Spiels FRESHLY-PICKED TINGLES ROSY RUPPELAND noch das wenig ansprechende Cover lassen vermuten, dass es sich hier um einen waschechten Ableger der allseits beliebten ZELDA-Serie handelt! Nur wer den stets nach Geld bzw. Rubinen gierenden Tingle in einem der letzten Teile getroffen hat dürfte den Anti-Helden vielleicht wiedererkennen, der nun erstmals ein eigenes Adventure bestreiten darf.

    Tingle ist ein äußerst hässlicher, 35-jähriger Single mit Säufernase im Strampelanzug, der mir nichts dir nichts in ein ungewöhnliches Abenteuer verstrickt wird. Um bis in alle Ewigkeit sorgenfrei (mit Frauen, ohne Arbeitszwang und mit unendlich viel Essen) leben zu können, will er soviel Rubine wie möglich anhäufen, um diese in einen verwunschenen Teich zu werfen. Für den richtigen Preis darf Tingle dann ins gelobte Paradies. Nach und nach wächst der Teich zu einem immer höher werdenden, lebendigen Turm heran, von dessen Spitze aus man immer weiter entferntere Abschnitte, der in Kontinente und Inseln aufgeteilten Oberwelt erreichen kann. Somit ist es quasi zwingend, seine in den Missionen erworbenen Rubine in das Gewässer zu werfen. Sonst kommt man in der Handlung nicht weiter.

    Die Spielfigur ist eine Art Gegenstück zum edlen und selbstlosen Elfen Link. Im Prinzip ist Tingle das, was Wario für Super Mario ist. In Spiel dreht sich ausnahmslos alles um Geld und Reichtum. Doch wer Rubine anhäufen will, muss stets investieren. Nahezu jede brauchbare Auskunft und der Zugang zu Städten und Dungeons muss bezahlt werden. Auch jeder kräftezerrende Kampf mit Gegnern kostet etliche Rubinen (anstatt der serientypischen Lebensherzen). Ja sogar gierige Schatztruhen (!) wollen Kohle sehen, bevor sie sich bereit erklären den Deckel zu öffnen.

    Spätestens im ersten Dungeon werden ZELDA-Fans hellhörig. Wird ein typisches Rätsel gelöst, so holt Tingles soeben angeworbener Leibwächter seinen Ghetto-Blaster raus und spielt die bekannte Melodie ab. Ein skurriles wie einprägsames Ereignis! Doch nicht nur durch die Inanspruchnahme wählbarer Leibwächter hebt sich TINGLE aus der Action-Adventure-Masse ab. So dürfen hilfreiche Tränke am heimischen Herd gekocht werden (COOKING MAMA lässt grüßen!) und ….

    Trotz des ungewöhnlichen Stils verleugnet das Spiel seine ZELDA-Herkunft nicht. Die typischen Elemente, wie Oberwelt, Städte, Dungeons, das Einsammeln von Gegenständen und zahlreiche Gespräche, finden sich auch ein TINGLE wieder. Immer wieder gibt es auch musikalische und optische Anspielungen auf die Mutterserie – für Fans ein tolles Erlebnis! Weitere ZELDA-Anspielungen: ein Zora-Kopf, der Deku-Wald (samt Labyrinth und Deku-Baum), eine Knochen-Ocarina, der grüne Anzug von Tingle, nachwachsende Bomben, eine Schaufel zum Umgraben und natürlich die typische Rubin-Währung.

    Doch das äußerst kapitalistisch geprägte Spielprinzip hat einen Haken. Wer zu geizig ist erhält weder Hilfe noch Auskunft. Wer zu großzügig mit seinen Rubinen umgeht ist hingegen schnell pleite und dann heißt es Game Over! Feilschen ist der Dreh-und Angelpunkt des Spiels, welches meiner Meinung nach das Fantasyambiente mehr stört als fördert. Da man nur selten weiß, wie viel Rubine man an welchen Protagonisten zahlen muss, ist Pokern angesagt. Doch Fehlinvestitionen haben massive (finanzielle) Auswirkungen.

    Richtig geärgert habe ich mich z.B. über den zweiten Endgegnerkampf. Zwar ist es fair, dass man nach einer verlorenen Runde nur wenige Rubine verliert. Wer allerdings fast keine Rubine mehr übrig hat sieht schnell das Game Over. Um diesem Frusterlebnis vorzubeugen, sollte man vor JEDEM Endkampf (erkennbar an einer riesigen Truhe) den Dungeon verlassen, nach hause zurückkehren und zwischenspeichern. Der Speichervorgang empfiehlt sich auf vor größeren Investitionen. Allerdings nerven hierbei das langwierige Speicherinterface, die unzähligen Laufwege und ein Zeitelement, welches den Spieler zusätzlich belastet. Letzteres hängt mit dem Turm zusammen, der, sofern er nicht in regelmäßigen Abständen mit Rubinen gefüttert wird, einzustürzen droht. Auch dann heißt es Game Over!

    Trotz aller Kritik merkt man TINGLE an, dass sich das Spiel an ZELDA-Fans richtet und mit deren Erfahrungen spielt. So kommt es z.B. zu einer dramatischen Situation in einem Piratenversteck, wo die skelettierten Freibeuter versuchen Tingle zu einer Rettungsaktion zu überreden. Als Spieler erwartet man nun dem typischen Dungeon-Endgegner gegenüberzutreten. Doch es folgt eine kleine Überraschung, welche die bedrohliche Situation mit typisch japanischen Humor auflöst. Ohnehin wird man als Spieler mehr als einmal zum Schmunzeln animiert, sofern man die Art des Humors mag.

    Grafisch bewegt sich TINGLE auf Game Boy Advance-Niveau. Abgesehen von einer Handvoll 3D-Effekten überzeugt die comichafte Darstellung insgesamt durch ihre Andersartigkeit. Auf dem NintendoDS wäre jedoch weitaus mehr möglich gewesen. Soundtechnisch ist das Spiel durchwachsen. Während einige Musikstücke (z.B. das Titellied) nach kurzer Zeit nerven, überzeugen die umgebungstreuen Soundeffekte. Der Touchscreen wird hervorragend eingebunden, nur die Bewegungssteuerung von Tingle erfolgt wahlweise über das Steuerkreuz oder, besonders für Linkshänder optimal, über die vier Aktionsbuttons.

    DAS SPIEL IN DER ÜBERSICHT

    + origineller Hauptcharakter

    + ein echter ZELDA-Ableger…

    + …mit vielen Anspielungen

    + durchdachte Rätsel

    + abwechslungsreich

    + gute Soundeffekte

    + für Linkshänder geeignet

    -primär kapitalistisches Spielprinzip

    -Feilschen kann zum Scheitern führen

    -häufiges Speichern notwendig

    -Zeitdruck

    -teils nervige Laufwege

    -Grafik auf GBA-Niveau

    -wechselhafter Soundtrack

    -ein paar sinnfreie Kopfnüsse

    BEWERTUNG

    Grafik: 71% Sound: 70% Spielspaß: 81%

    Schwierigkeitsgrad: mittel – hoch

    Alternativen: Zelda III – A Link to the Past (GBA), Zelda – Phantom Hourglass (DS)

    FAZIT

    TINGLE mag man oder mag man nicht. Wer weniger auf ausgefallene Figuren steht, nichts mit japanischem Humor anzufangen weiß und gar keine Lust hat, um jede Information zu feilschen, sollte das Spiel im Regal stehen lassen. Wer jedoch nie genug von gut durchdachten Action-Adventures im ZELDA-Stil bekommen kann, der sollte einen Blick riskieren. Denn abgesehen von kleineren Unzulänglichkeiten ist TINGLE ein typisches, hochqualitatives Nintendo-Produkt, welches zwar der Ursprungsserie etwas hinterherhinkt, insgesamt betrachtet aber ein gelungener Serienableger ist. Für ZELDA-Fans ein echter Geheimtipp! Es ist nur äußerst bedauerlich, dass der Name und das Cover des Spiels eine Verbreitung und somit eventuelle weitere Ableger verhindern werden. Wären die Marketingstrategen clever gewesen, dann hätten diese im Titel einen dezentes ZELDA versteckt.

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